Madame d’Ora – Machen Sie mich schön!

21. Dezember 2017 bis 18. März 2018

Wer sich von Madame d‘Ora (1881-1963) porträtieren lässt, verleiht seiner Person einen Hauch französischer Eleganz. D‘Ora fotografiert Schriftsteller wie Arthur Schnitzler, den Komponisten Alban Berg und den Kulturkritiker Hermann Bahr. Es entstehen Porträts der Schwestern Wiesenthal, der skandalumwitterten Nackttänzerin Anita Berber, des Operettenstars Fritzy Massary sowie von Josephine Baker, Anna Pawlowa und Coco Chanel. Von 1910 bis in die 1950er Jahre ist Madame d’Ora die Porträtistin der Wiener und Pariser Gesellschaft und der Künstlerbohème. Ihre Ateliers sucht man auf, um ästhetisch anspruchsvolle und reizvolle Selbstbildnisse entgegenzunehmen, die einen zeitgemäßen Look ausstrahlen und den Anspruch auf einen Platz in der Welt der schönen, gebildeten und berühmten Menschen unterstreichen. Gleichzeitig fotografiert Madame d’Ora auch Mode u.a. für die Wiener Werkstätten. In den 1920er Jahren platziert die geschäftstüchtige Fotografin ihre Aufnahmen in der sich rasant entwickelnden illustrierten Presse und liefert Vorlagen für neue, gehobene Lifestyle-Magazine wie Die Dame des Ullstein Verlags, Madame oder Officiel de la Cuture et de la Mode. Der zweite Weltkrieg setzt eine radikale Zäsur. Als Jüdin flieht d’Ora 1940 in die Ardèche und gelangt 1945 nach Österreich, wo sie 1945/1946 bei Wien das Schicksal der Flüchtlinge dokumentiert. Hier betätigt sie sich erstmals als Sozialreporterin. 1950 und 1958 schafft sie zwei bis heute verstörende Serien über Schlachthöfe, die als künstlerische Reaktion auf die Gräuel des Krieges verstanden werden können. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) gibt in einer umfassenden Retrospektive mit rund 250 Exponaten erstmals einen Überblick über das Schaffen d‘Oras und nimmt eine Neubewertung ihres Werkes vor. Die Ausstellung versammelt Arbeiten aus dem Nachlass der Fotografin im MKG, Modeobjekte von internationalen Leihgebern und zeitgenössische Zeitschriften. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Photoinstitut Bonartes, Wien.

Foto: Madame d’Ora (1881-1963), Modehaus Zwieback, 1913, Silbergelatineabzug, 22,8 x 30 cm, © Nachlass d’Ora/Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steintorplatz
20099 Hamburg
T.: +49 (0)40 428134-880
F.: +49 (0)40 428134-999
service(at)mkg-hamburg.de

www.mkg-hamburg.de

 

Hinter dem Palast steht noch ein Haus – Fotografien aus St. Petersburg

Peter Dammann

Hinter dem Palast steht noch ein Haus – Fotografien aus St. Petersburg

12. Dezember 2017 – 22. April 2018

Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft von Hamburg und St. Petersburg zeigt das Jenisch Haus eine Ausstellung mit Arbeiten des Hamburger Fotografen Peter Dammann (1950 – 2015).

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World Press Photo 17

Foto 071
Meeresschildkröten gehören laut Liste der International Union for Conservation
of Nature (IUCN) zu den bedrohten Arten. Im Atlantik vor Teneriffa hat sich eine
davon in einem treibenden Fischereinetz verheddert. Herrenlose Fischernetze,
sogenannte Geisternetze, schwimmen überall in den Meeren. In ihnen verfangen
sich Fisch und andere Meerestiere und verenden jämmerlich.
Fotograf: Francis Perez, Spanien

 

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Wildlife Photographer of the Year

Der Titel „Wildlife Photographer of the Year“ gehört zu den renommiertesten Auszeichnungen für Naturfotografen. Der Wettbewerb, der jährlich vom Londoner Natural History Museum ausgerichtet wird, kürt immer wieder spektakuläre Bilder. Seit seinen Anfängen im Jahr 1964 verfolgt er das Ziel, die Arbeit von Naturfotografen zu fördern, um das öffentliche Interesse für den Tier- und Naturschutz zu stärken. Das Besondere: Jeder Fotograf, ob Profi oder Laie, kann an dem Wettbewerb teilnehmen, auch junge Fotografen sind ausdrücklich eingeladen, Bilder einzureichen. Grundbedingung ist, dass die Aufnahmen in freier Natur entstanden sind. Nichts darf gestellt sein; eine Manipulation der Bilder ist – mit Ausnahme einer strengen Regeln unterworfenen digitalen Bildbearbeitung – strikt verboten. Damit soll sichergestellt werden, dass die Fotos die Natur wahrheitsgetreu wiedergeben und die Kunstfertigkeit auf dem Auge des Fotografen beruht. 

 

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Portrait II Fotoaustellung

Portrait II

Eröffnung der Ausstellung
am Freitag, dem 03. November 2017, um 19 Uhr 30
Begrüßung: Gertrude Wagenfeld-Pleister, Vorsitzende des Kunstvereins
Einführung: Prof Dr. Georg Imdahl, Münster

Oldenburger Kunstverein Damm 2A   26135 Oldenburg

Portrait II

Laura Bielau
Albrecht Fuchs
Georg Gatsas
Jitka Hanzlová
Zoltán Jókay
Annette Kelm
Ted Partin
Janina Wick
Dagmar Keller & Martin Wittwer
Tobias Zielony

Von allen Gattungen der bildenden Kunst spiegelt das Portrait am unmittelbarsten die Natur des Menschen und die Bedingung des Menschseins. Nach der Portrait-Ausstellung im Jahr 2015 mit Fotografien aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts konzentriert sich die aktuelle Ausstellung auf jüngere Künstler. Die Bandbreite der künstlerischen Strategien ist dabei groß. Von einfühlsamen Bildnissen in privater Umgebung, dokumentarisch anmutenden Serien von Bewohnern eines Lebensraums, eines sozialen oder beruflichen Milieus, bis hin zu Thematisierung der Möglichkeiten und Bedingungen des Portraits reichen die vielfältigen Herangehensweisen der präsentierten Künstlerinnen und Künstler.
Die Ausstellung wird kuratiert von Laurenz Berges und Gertrude Wagenfeld-Pleister.

Abbildung: Ted Partin, Bedford Stuyvesant IV, 2006, Silbergelatineabzug, 61 x 76 cm.

Architekturen und Menschen

Werner Mantz

 14. Oktober 2017 – 21. Januar 2018

Eröff­nung: Fre­i­tag, 13. Ok­to­ber 2017, 19 Uhr

Wern­er Mantz (1901–1983) ist als ein­er der promi­nen­ten Fo­to­grafen des Neuen Bauens im Köln der 1920er Jahre bekan­nt. Ge­boren und aufgewach­sen in Köln, eröffnete er 1921 ein Fo­toate­li­er und porträtierte zunächst promi­nente In­tellektuelle, Kün­stler und Pol­i­tik­er. Ab 1926 er­hielt er auch Aufträge als Ar­chitek­tur­fo­to­graf für Wil­helm Riphahn, Peter Franz Nöck­er, Cas­par Maria Grod und an­der­er Vertreter der ar­chitek­tonischen Avant­garde, die Kon­rad Ade­nauers Sied­lungspol­i­tik für ein mod­ernes Köln um­set­zten. Ar­chitek­turzeitschriften wie Bauwelt, Die Form oder Bauwarte publ­izierten häu­fig seine Werke. In ihr­er sach­lichen, sch­warzweißen Strenge wirken die men­schen­leeren Ge­bäude und Straßen­züge in Mantz‘ Bildern wie monu­men­tale Kulis­sen der Mod­erne. Diese Bilder sind es, die Kölns ar­chitek­tonische Mod­erne über die Stadt­grenzen hi­naus bekan­nt macht­en.

1932 eröffnete Mantz in Maas­tricht ein zweites Ate­li­er und siedelte 1938 ganz in die Nied­er­lande über. In Maas­tricht kam er zurück zur Porträt­fo­to­gra­fie und spezial­isierte sich auf Kin­der­bild­nisse. Er selbst emp­fand seine Porträts als gleichbe­deu­tend zu sei­nen Ar­chitek­tu­rauf­nah­men; aus­gestellt wur­den sie bis­lang nicht. Das Mu­se­um Lud­wig führt diese bei­den As­pekte seines Schaf­fens zusam­men und er­möglicht es er­st­mals, Mantz‘ Werk in sein­er his­torischen Breite und Di­ver­sität zu er­fahren.

Was machte die Ar­beit an der Ausstel­lung so span­nend für die Ku­ra­torin Miri­am Hal­wani?

„Wern­er Mantz fo­to­gra­fierte in den 1920er-Jahren mod­erne Ar­chitek­tur und später ernst drein­blick­ende Kom­mu­nion­skin­der. So ba­nal seine The­men auf den er­sten Blick schei­nen, so über­rascht wurde ich während der Ausstel­lungsvor­bere­i­tun­gen von der Küh­le und Un­heim­lichkeit, die seine Bilder auss­trahlen. Die Häus­er, die er auf­nahm, sind men­schen­leer, clean, fast virtuell. Die Men­schen, die sich in den 1950er-Jahren in seinem Ate­li­er porträtieren ließen, ken­nen wir nicht. Uns bleiben gewis­ser­maßen nur Hüllen. Und ger­ade de­shalb lassen sich die Bilder im Gedächt­nis sch­lecht ab­schüt­teln. Wir kön­nen sie nicht mit ein­er Geschichte verknüpfen und ge­dan­k­lich ad ac­ta le­g­en. Das war eine Er­fahrung, die erst durch den Um­gang mit den Bildern im Raum möglich wurde und mit der ich bei der an­fänglichen Ausstel­lungs­pla­nung nicht gerech­net hatte.“

Über die Ausstel­lung

Die Ausstel­lung ist ein Ge­mein­schaft­spro­jekt mit dem Ned­er­lands Fo­to­mu­se­um in Rot­ter­dam, das den um­fan­greichen Be­s­tand von Mantz’ Fo­to­gra­fien aus den Nied­er­lan­den be­wahrt. Ku­ra­toren: Miri­am Hal­wani (Mu­se­um Lud­wig) und Frits Gier­st­berg (Ned­er­lands Fo­to­mu­se­um).

Die Ausstel­lung wird großzügig un­ter­stützt durch das Min­is­teri­um für Kul­tur und Wis­sen­schaft des Lan­des Nor­drhein-West­falen, das Köni­greich der Nied­er­lande, der GAG Im­mo­bilien AG, sowie der Wern­er Mantz Stif­tung.

Ausstellung JAN GROOVER in Bremen

JAN GROOVER

26. August – 12. November 2017

 

Das Werk von Jan Groover (1943-2012) ist in ihrer Heimat USA überaus bekannt. 1979 war es eines ihrer Stillleben, das als erste Fotografie überhaupt auf dem Cover des Kunstmagazins Artforum International abgebildet wurde. 1987 wurde ihr Schaffen in einer Einzelausstellung am MoMA Museum of Modern Art New York vorgestellt und ist in den Sammlungen der großen amerikanischen Museen präsent. Und Generationen von Künstler/innen hat sie durch ihre Tätigkeit als Professorin für Fotografie an der State University, New York, beeinflusst (so studierte z.B. Gregory Crewdson bei ihr). In Europa dagegen kennt man ihre Arbeit bisher kaum. Hier wird sie vor allem von einer jüngeren Generation von Fotograf/innen als wichtige Impulsgeberin geschätzt, etwa von Annette Kelm oder Wolfgang Tillmans. In den europäischen Institutionen spielt ihr Schaffen bis zum heutigen Tag jedoch keine Rolle – mit einer gewissen Ausnahme von Frankreich, wo sie von 1991 bis zu ihrem Tod lebte.

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Fotowettbewerb 2017 – es geht los!

Fotowettbewerb zur 10. multimediale, die Fotomesse in Darmstadt. Es werden Preise im Wert von über 10.000 EUR vergeben! 

Begegnung in der Fremde – Entdeckungen und Begegnungen unterwegs

  • Deine Fotos kannst du bis zum 15. Oktober 2017 einsenden.
  • Vom 16.10.2017 – 29.10.2017 kannst du per Online-Voting für deine Favoriten abstimmen.
  • Die Preisvergabe findet am Samstag, den 11.11.2017 auf der Fotomesse multimediale statt.

Worum es geht?
Um eure Begegnungen in der Fremde. Um die Bilder, die ihr auf Reisen und unterwegs von Ereignissen gemacht habt, die mit Begegnung zu tun haben. 
Dabei ist es wichtig, dass eure Bilder eine Geschichte erzählen, die Geschichte eurer Begegnung mit dem Fremden.
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Fotoaustellung „Frank Schinski Ist doch so“

 

20. Juli bis 8. September 2017

Die Ausstellung wurde am Donnerstag, den 20. Juli 2017 in Anwesenheit des Fotografen eröffnet.

»Ist doch so« – ohne Frage- oder Ausrufezeichen. Aber so knapp der Titel, so weit ist der (Denk-)Raum, der sich hinter den Fotos von Frank Schinski öffnet. Der Fotograf ist ein hervorragender Beobachter der Alltagswirklichkeit und breitet mal witzige, mal melancholische Szenen der Arbeits- und Freizeitwelt vor uns aus. Egal, ob er dazu in einer Firmenkantine, einer Turnhalle, dem Chefbüro oder einem Festsaal unterwegs ist. Egal, ob er uns von jungen oder alten Menschen erzählt. Schinskis Fotos fangen eine Realität ein, um diese im selben Moment ironisch zu brechen.

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