35 „Best of“-Bilder

Papenburger Fotokreis stellt im Marien-Hospital aus

Austellung noch bis zum 28.2.2019

Freuen sich über die neue Ausstellung im Foyer des Marien Hospitals: (von links) die Fotografen Albert Kruse, Peter Bösken, Uschi Gertz-Wellmann, Heino Gertz, Enrico Miehlke, Joachim Feldmann und Tanja Henschel, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Marien Hospital. Es fehlt Dorothee Schade. Foto: Marien Hospital Papenburg Aschendorf

Freuen sich über die neue Ausstellung im Foyer des Marien Hospitals: (von links) die Fotografen Albert Kruse, Peter Bösken, Uschi Gertz-Wellmann, Heino Gertz, Enrico Miehlke, Joachim Feldmann und Tanja Henschel, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Marien Hospital. Es fehlt Dorothee Schade. Foto: Marien Hospital Papenburg Aschendorf

Papenburg. 35 „Best of“-Bilder vom Papenburger Fotokreis sind derzeit im Eingangsbereich des Marien-Hospitals Papenburg-Aschendorf ausgestellt.

Bei den Aufnahmen gehe es darum, eine Geschichte zu erzählen, erklärt Heino Gertz vom Fotokreis. „Es geht um Farben, darum besondere Blickwinkel einzunehmen und grafische Strukturen sowie Perspektiven“, umreißt er die Bandbreite der Ausstellung. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auch auf die ganz unterschiedlichen Motive. Als Beispiele nennt er eine Landschaftsaufnahme, in der Wiesen und Felder durch das Sonnenlicht eine feine und detaillierte Struktur erhalten, eine Frauengruppe, die sich am Strand sonnt und plaudert oder Detailaufnahmen von einem roten Fahrrad.

Künstlern eine Plattform geben

2010 gründete sich der Papenburger Fotokreis als selbstständige Gruppe interessierter und engagierter Hobby-Fotografen. Zwölf Mitglieder zählt der Fotokreis, sieben davon nehmen aktiv teil und stellen nun bis Ende Februar im Marien-Hospital ihre Werke aus. Heino Gertz, Joachim Feldmann, Peter Bösken, Enrico Miehlke, Albert Kruse, Dorothee Schade und Uschi Gertz-Wellmann fotografieren seit vielen Jahren. „Schon bei der Hängung der Bilder merkt man, mit wie viel Herzblut die Fotografen bei der Sache sind. Wir freuen uns, dass wir mit der Ausstellung nicht nur den Besuchern und Patienten eine Freude machen können, sondern auch den Künstlern eine Plattform geben“, sagt Tanja Henschel, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Marien-Hospital.

Gruppe setzt Schwerpunkte

Jeweils am letzten Donnerstag im Monat trifft sich die selbstständige Gruppe unter dem Dach der Volkshochschule Papenburg. Interessierte Neuzugänge sind willkommen. Grundkenntnisse der Fotografie sollten vorhanden sein. „Bei den Treffen geht es um die Umsetzung bestimmter fotografischer Vorstellungen“, fasst Gertz zusammen. Zudem werden Fragen zur Kameratechnik und Bildgestaltung geklärt. Auch Exkursionen unternimmt die Gruppe. Bei den Fotoabenden werden dann die Ergebnisse besprochen und neue Themenschwerpunkte festgelegt.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

Moorland

Moorland

Vernissage am 18. Juli 2018 um 19 Uhr

Ausstellung vom 19. Juli – 09. September 2018

Öffnungszeiten & Anschrift

Die Galerie ist donnerstags bis sonntags geöffnet, von 12 bis 18 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Galerie für Fotografie in Hannover (GAF)
Telefon: 0511-89977313
Mail: galerie@gafeisfabrik.de
Seilerstraße 15d
30171 Hannover

 

Man kann ihn mit Fug und Recht als den Fotografen des Teufelsmoores bezeichnen, denn seit etwa 30 Jahren fotografiert der Worpsweder Rüdiger Lubricht, 71, immer wieder die Landschaft im Teufelsmoor. Mittlerweile kennt er alle Orte im Moor, die bei richtigem Licht gute Bilder versprechen.

Rüdiger Lubricht arbeitet vor allem als Industrie- und Architekturfotografie. Daneben widmet er sich regelmäßig eigenen Projekten. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt »Verlorene Orte – gebrochene Biografien: Fotografien zu Tschernobyl«. Viele Male hat Rüdiger Lubricht dafür die verstrahlten Orte in Weißrussland und der Ukraine bereist. Zwischen 2001 und 2010 war er als Dozent an der Hochschule Bremen und der Kunstakademie Münster tätig.

Die Zeitlosigkeit von Lubrichts schwarzweißen Moorlandschaften hat etwas von den großen Landschaftsfotografen der USA – Ansel Adams und Edward Weston. Und wie sie hat er seine schwermütigen Fotos anfangs auch mit einer Großbild- und Mittelformatkamera gemacht, eher er nach dem qualitativen Durchbruch der digitalen Fotografie mehr und mehr auf eine hochauflösende Kleinbildkamera umgestiegen ist, mit der er auch nicht so viel Ausrüstung zu schleppen hat. Die mystisch aufgeladene Landschaft des Moores und der häufige Nebel machen Lubrichts Bilder dann aber doch zu einer typisch deutschen Angelegenheit, auch wenn zugewachsene Eisenbahnschienen, vereinzelte Telefonmasten  oder eine einsam herumstehende Mini-Lokomotive amerikanisches Westernambiente suggerieren.

Das nördlich von Bremen gelegene Teufelsmoor zählt mit seinen etwa 500 km² zu  den größten Mooren in Norddeutschland. Im Zentrum des Moores liegt die Künstlerkolonie Worpswede. Maler wie Heinrich Vogeler, Mackensen, Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker und Dichter wie Rilke wirkten hier und ließen sich in ihrer Arbeit von der besonderen Stimmung der Moorlandschaft inspirieren.

Das Teufelsmoor wurde erst im 17. und 18. Jahrhundert besiedelt. Die Lebensbedingungen in den feuchten Moorkolonien war sehr schlecht und die Lebenserwartung Ihre Einwohner kurz. Mit der Besiedelung das Moores begann ein massiver Eingriff in die Natur. Ein dichtes Entwässerungsnetz wurde angelegt und das Moor damit ausgetrocknet. Über Jahrhunderte hinweg hat sich in dem sauerstoffarmen Boden des Teufelsmoors somit eine Torfschicht aus nicht abgebauten Pflanzenresten gebildet.

Der Torfabbau wurde mit Ende des Jahres 2012 vollständig eingestellt. Aber der Eingriff des Menschen in die Natur ist damit nicht beendet. Drainierungen und Flussregulierungen sollen die Erträge der Landwirtschaft steigern. Jetzt fallen die Wassergräben manchmal im Sommer trocken, Moorbrände entstehen und das Moor muss künstlich bewässert werden.

Quelle: http://gafeisfabrik.de/moorland/

Architekturen und Menschen

Architekturen und Menschen

Werner Mantz

 14. Oktober 2017 – 21. Januar 2018

Eröff­nung: Fre­i­tag, 13. Ok­to­ber 2017, 19 Uhr

Wern­er Mantz (1901–1983) ist als ein­er der promi­nen­ten Fo­to­grafen des Neuen Bauens im Köln der 1920er Jahre bekan­nt. Ge­boren und aufgewach­sen in Köln, eröffnete er 1921 ein Fo­toate­li­er und porträtierte zunächst promi­nente In­tellektuelle, Kün­stler und Pol­i­tik­er. Ab 1926 er­hielt er auch Aufträge als Ar­chitek­tur­fo­to­graf für Wil­helm Riphahn, Peter Franz Nöck­er, Cas­par Maria Grod und an­der­er Vertreter der ar­chitek­tonischen Avant­garde, die Kon­rad Ade­nauers Sied­lungspol­i­tik für ein mod­ernes Köln um­set­zten. Ar­chitek­turzeitschriften wie Bauwelt, Die Form oder Bauwarte publ­izierten häu­fig seine Werke. In ihr­er sach­lichen, sch­warzweißen Strenge wirken die men­schen­leeren Ge­bäude und Straßen­züge in Mantz‘ Bildern wie monu­men­tale Kulis­sen der Mod­erne. Diese Bilder sind es, die Kölns ar­chitek­tonische Mod­erne über die Stadt­grenzen hi­naus bekan­nt macht­en.

1932 eröffnete Mantz in Maas­tricht ein zweites Ate­li­er und siedelte 1938 ganz in die Nied­er­lande über. In Maas­tricht kam er zurück zur Porträt­fo­to­gra­fie und spezial­isierte sich auf Kin­der­bild­nisse. Er selbst emp­fand seine Porträts als gleichbe­deu­tend zu sei­nen Ar­chitek­tu­rauf­nah­men; aus­gestellt wur­den sie bis­lang nicht. Das Mu­se­um Lud­wig führt diese bei­den As­pekte seines Schaf­fens zusam­men und er­möglicht es er­st­mals, Mantz‘ Werk in sein­er his­torischen Breite und Di­ver­sität zu er­fahren.

Was machte die Ar­beit an der Ausstel­lung so span­nend für die Ku­ra­torin Miri­am Hal­wani?

„Wern­er Mantz fo­to­gra­fierte in den 1920er-Jahren mod­erne Ar­chitek­tur und später ernst drein­blick­ende Kom­mu­nion­skin­der. So ba­nal seine The­men auf den er­sten Blick schei­nen, so über­rascht wurde ich während der Ausstel­lungsvor­bere­i­tun­gen von der Küh­le und Un­heim­lichkeit, die seine Bilder auss­trahlen. Die Häus­er, die er auf­nahm, sind men­schen­leer, clean, fast virtuell. Die Men­schen, die sich in den 1950er-Jahren in seinem Ate­li­er porträtieren ließen, ken­nen wir nicht. Uns bleiben gewis­ser­maßen nur Hüllen. Und ger­ade de­shalb lassen sich die Bilder im Gedächt­nis sch­lecht ab­schüt­teln. Wir kön­nen sie nicht mit ein­er Geschichte verknüpfen und ge­dan­k­lich ad ac­ta le­g­en. Das war eine Er­fahrung, die erst durch den Um­gang mit den Bildern im Raum möglich wurde und mit der ich bei der an­fänglichen Ausstel­lungs­pla­nung nicht gerech­net hatte.“

Über die Ausstel­lung

Die Ausstel­lung ist ein Ge­mein­schaft­spro­jekt mit dem Ned­er­lands Fo­to­mu­se­um in Rot­ter­dam, das den um­fan­greichen Be­s­tand von Mantz’ Fo­to­gra­fien aus den Nied­er­lan­den be­wahrt. Ku­ra­toren: Miri­am Hal­wani (Mu­se­um Lud­wig) und Frits Gier­st­berg (Ned­er­lands Fo­to­mu­se­um).

Die Ausstel­lung wird großzügig un­ter­stützt durch das Min­is­teri­um für Kul­tur und Wis­sen­schaft des Lan­des Nor­drhein-West­falen, das Köni­greich der Nied­er­lande, der GAG Im­mo­bilien AG, sowie der Wern­er Mantz Stif­tung.

Ausstellung JAN GROOVER in Bremen

Ausstellung JAN GROOVER in Bremen

JAN GROOVER

26. August – 12. November 2017

 

Das Werk von Jan Groover (1943-2012) ist in ihrer Heimat USA überaus bekannt. 1979 war es eines ihrer Stillleben, das als erste Fotografie überhaupt auf dem Cover des Kunstmagazins Artforum International abgebildet wurde. 1987 wurde ihr Schaffen in einer Einzelausstellung am MoMA Museum of Modern Art New York vorgestellt und ist in den Sammlungen der großen amerikanischen Museen präsent. Und Generationen von Künstler/innen hat sie durch ihre Tätigkeit als Professorin für Fotografie an der State University, New York, beeinflusst (so studierte z.B. Gregory Crewdson bei ihr). In Europa dagegen kennt man ihre Arbeit bisher kaum. Hier wird sie vor allem von einer jüngeren Generation von Fotograf/innen als wichtige Impulsgeberin geschätzt, etwa von Annette Kelm oder Wolfgang Tillmans. In den europäischen Institutionen spielt ihr Schaffen bis zum heutigen Tag jedoch keine Rolle – mit einer gewissen Ausnahme von Frankreich, wo sie von 1991 bis zu ihrem Tod lebte.

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Gute Aussichten – Junge deutsche Fotografie – 2016/2017

Gute Aussichten – Junge deutsche Fotografie – 2016/2017

Die Auseinandersetzung mit dem Eigenen, dem Fremden und dem Fremden als Teil von sich selbst scheint das unabgesprochene, übergeordnete Thema von GUTE AUSSICHTEN 2016/2017 zu sein. Die Ausstellung des wichtigsten deutschen Nachwuchspreises für Absolventen von Fotografiestudiengängen präsentiert alle Arbeiten der Preisträger. Es werden über 280 Motive, sechs Videos, drei Publikationen, zwei Diaprojektionen, ein Buch und erstmals 78 laubgesägte Holzbäume, einen Duschvorhang und einen Baum aus Papier und Tusche als Objekt gezeigt.

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